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Energieoffensive Miltenberg

Wer Wind sät kann Strom ernten

Energieeinsparung – Energieeffizienz - Erneuerbare Energie

Die FREIEN WÄHLER präsentierten gestern ihr Energiekonzept im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Regionale Energieoffensive“ vor rund 30 Bürgern in Kleinheubach. Die FREIEN WÄHLER möchten, dass die 71 Landkreise und die 25 kreisfreien Städte in Bayern bis 2030 zu 100 % Erneuerbare Energien (zumindest bei der Stromversorgung) verwenden. Bisher haben 18 von 71 bayerischen Landkreisen beschlossen, energieautark zu werden; Unterfranken ist hier noch ein „weißer Fleck“.

Während die Staatsregierung derzeit den bisher undenkbaren Wechsel von Atomenergie zu den erneuerbaren Energien vollzieht, stellen die Freien Wähler ihr Konzept zur Einführung der erneuerbaren Energien gleich mit konkreten Lösungsmöglichkeiten und Handlungsansätzen für die Gemeinden vor.

„Die regionale Energieversorgung soll durch Energieeinsparung, Energieeffizienz und die Umstellung auf erneuerbare Energien ermöglicht werden“, erläutert der Initiator der Veranstaltung, der Erlenbacher Landtagsabgeordnete Dr. Hans Jürgen Fahn (FW). Die Umsetzung des Klimaschutzes soll dabei von „unten nach oben“ erfolgen. Regionen und Kommunen sollten daher selbstverantwortlich alle Möglichkeiten ausschöpfen, um in diesem Sinne zu einer mittelfristigen Energiewende zu kommen.

Das Ziel der FREIEN WÄHLER lautet: 100 Prozent Erneuerbare-Energie-Regionen im Freistaat bis 2030. Um dies zu erreichen, ist auch die Erforschung Erneuerbarer Energien zu verstärken. Die Erneuerbaren Energien sind ein wichtiger Entwicklungsbeschleuniger für den ländlichen Raum – gerade in Zeiten klammer Kassen und finanzieller Unterversorgung. Wegen der dadurch gewonnenen Unabhängigkeit von Energieimporten und steigenden Preisen ist eine regionale Versorgungssicherheit und Preisstabilität gewährleistet. Fahn lobte die Arbeit des Energieforums am Untermain und bezeichnete die neu gegründete Energiegenossenschaft als hervorragende Basis für die Umsetzung der regionalen Energiewende am Untermain.

Zum Schluss der Veranstaltung forderte Dr. Fahn die Anwesenden auf, sich bei den Foren im Rahmen der Umsetzung  des integrierten Klimaschutzkonzepts konkret einzubringen. Allerdings seien die formulierten Zielsetzungen zu wenig ambitioniert; Unterstützung fand er bei Kreisrat Bernd Schötterl (Amorbach), der sich ebenfalls für das 100% Ziel „Erneuerbare Energien“ bis 2030 aussprach, während die Studie nur von möglichen 52% ausgeht.

Karlheinz Paulus, 1. Vorsitzender des Energieforums Miltenberg-Aschaffenburg e. V. referierte über den im letzten Jahr gegründeten Verein, der Bürgern, Kommunen und Unternehmen die Möglichkeit gibt, sich über die Energiegenossenschaft an nachhaltigen Energieprojekten zu beteiligen. „Wir brauchen die 2.000-Watt-Gesellschaft!“, so Paulus. Derzeit verbraucht man in Deutschland 5.000 Watt im Jahr. Mit diesem Verbrauch kann langfristig die Versorgung mit erneuerbaren Energien nicht gewährleistet werden.

900 Mio. €  verlassen jedes Jahr den Bayer. Untermain für Energieimporte. Wenn es gelingt, so Paulus, dass zumindest ein 1/3 davon durch den Einsatz von erneuerbaren Energien in der Region bleibt, fördert dies die regionale Wertschöpfung und schafft Arbeitsplätze.

Bürgermeister Thomas Zöller aus Mönchberg, stellvertretender Vorsitzender der Freien Wähler in Bayern, stellte die energetischen Verbesserungen in seiner Gemeinde Mönchberg vor (z. B. Photovoltaikanlage auf dem Schuldach). Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima denken die Mönchberger verstärkt über die Möglichkeit eines Windparks nach, was vorher so nicht möglich war.

Am Nachmittag besichtigten die interessierten Bürger noch zwei Unternehmen aus der Region, die Strom aus erneuerbaren Energien herstellen.

Besichtigung der Biomasseanlage von Mathias Ulmer in Eichenbühl-Heppdiel (Firma Uzzog Bioenergie  GmbH & Co. KG) Christoph Zöller führte durch die Biomasseanlage in Heppdiel, die seit fast zwei Jahren die Anlage elektrische Energie, die in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Die überschüssige Wärme (besonders ­­im Sommer) wird für eine professionelle Scheitholztrocknung verwendet.

Windkraftanlage in Guggenberg.  Windpark Guggenheimer Höhe. Initiator Uwe Steiff aus Baden-Württemberg stellte den Bürgern den Windpark in Guggenberg vor. Die drei Windräder wurden im Herbst 2003 errichtet und haben 100 Meter Nabenhöhe. Inzwischen sind es fünf Windräder. „In einigen Jahren werden Windräder mit einer Nabenhöhe von 140 Metern Standard sein“, führt Steiff aus und betont, dass es schon bald keine Anlagen unter 3 Megawatt Stromertrag geben wird.